Staatssekretär Mathias Samson sowie KMU und Konzerne besuchten die THM am Messestand des SEF Smart Electronic Factory e.V.

HANNOVER MESSE 2018: Industrie 4.0-Exponat der THM fand großes Interesse von Politik und Wirtschaft

Limburg a.d. Lahn, xx. Mai 2018 – Industrie 4.0 zum Anfassen: Auf der diesjährigen Hannover Messe zeigte der SEF Smart Electronic Factory e.V. die Wirtschaftlichkeit und Anwendbarkeit von Digitalisierungslösungen in Fabriken. Als Mitglied des Vereins beteiligte sich die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) dabei federführend an einem Showcase zum Thema „Durchgängige Vernetzung vom Kunden bis zum Service“. Dieser Anwendungsfall stieß auf großes Interesse seitens Politik und Wirtschaft.

Der SEF Smart Electronic Factory e.V. ist eine Industrie 4.0-Initiative, an der sich neben der THM auch weitere universitäre Forschungseinrichtungen sowie namhafte Unternehmen beteiligen. So entstehen Industrie 4.0-Lösungen, die in Fabriken Anwendung finden und dem Mittelstand die Möglichkeiten der Digitalisierung und Vernetzung aufzeigen.

Auf der HANNOVER MESSE gab die THM gemeinsam mit dem Verein einen Einblick in die Praxis. Bei dem gemeinsamen Showcase auf der Messe bestückte ein kollaborativer Roboter eine Platine mit einer Batterie, die zuvor automatisch geprüft wurde. Die Anlage wurde über die gesamte Messe von einer IoT-Cloud-Lösung gesteuert. Andere Cloud-Applikationen übernahmen die Überwachung der einzelnen Komponenten. Mit Hilfe von Datenanalysen konnten Fehler vorausgesagt werden. Entsprechende Warnungen wurden auf einem mobilen Endgerät angezeigt.

Von automatischer Steuerung über Überwachung bis zur Wartung

Der Showcase verdeutlichte die durchgängige Vernetzung über unterschiedliche Cloud-Lösungen hinweg: der Kunde bestellte durch das Scannen eines QR-Codes sein individualisiertes Produkt. Die Bestellung ging über ein Cloud-basiertes ERP-System an eine MES-Lösung in einer anderen Cloud. Diese generierte detailliertere Prozessschritte, die wiederum von der IoT-Cloud genutzt, wurden um den Prozess zu steuern.

Permanent wurde der Produktionsfortschritt überprüft, Störungen wurden überwacht und analysiert, so dass Service, Wartung und Maschinenverfügbarkeit im Sinne von Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) unterstützt wurden. Der Kunde ist in den Fortschritt seiner Bestellung eingebunden und erhält auch mobil Information über den Zustand seines Auftrags bis hin zur Rechnungsstellung.

Leuchtturmprojekt in nur zehn Wochen umgesetzt

„Die durchgängige Vernetzung und die Konstruktion und Umsetzung von Materialfluss, Integration der Sensorik und Aktorik in die Cloud sowie Steuerung und Überwachung des Roboters mittels eines digitalen Zwillings wurden in nur zehn Wochen von unserer Arbeitsgruppe umgesetzt. Die Arbeitsgruppe umfasst einen Doktoranden sowie mehrere Master- und Bachelor-Studierende und einen Techniker. Ein Mitarbeiter von Prof. Groß hat die Steuerung des physischen Roboters durchgeführt. Messebesucher wie der Staatssekretär Mathias Samson und die beteiligten Partnerunternehmen des SEF Smart Electronic Factory e.V. sahen diese Leistung der Hochschule aus Leuchtturmprojekt“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Diethelm Bienhaus aus dem Fachbereich MNI der THM.

An dem Projekt waren auch verschiedene Mitgliedsunternehmen des SEF Smart Electronic Factory e.V. beteiligt. Siegfried Wagner, Pressesprecher des Vereins und Geschäftsführer der in-integrierte informationssysteme GmbH, fasst zusammen: „Wir sind stolz darauf, was in kurzer Zeit mit dem Industrie 4.0-Showcase zur HANNOVER MESSE auf die Beine gestellt werden konnte. Durch die Cloud-basierte Vernetzung der Software-Services über offene Standardschnittstellen und den Digital Twin-Ansatz konnte dieses Projekt realisiert werden. Das zeigt nicht nur die Leistungsfähigkeit der Lösungsarchitektur, der beteiligten Systemkomponenten und Partner, sondern auch die sehr gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten des Vereins. Der SEF Smart Electronic Factory e.V. unterstreicht damit einmal mehr, dass Innovation und Kundennutzen durch die Kombination der Fähigkeiten der Partner im Fokus stehen.“

Visuelle Eindrücke des Showcase in folgendem Video:

Über SEF Smart Electronic Factory e.V.:

Der SEF Smart Electronic Factory e.V. ist ein im Jahr 2015 gegründeter Verein, der Industrie 4.0-fähige Lösungen – mit Fokus auf die Anforderungen des Mittelstandes – entwickelt. In der Smart Electronic Factory, eine Elektronikfabrik in Limburg a. d. Lahn, werden Industrie 4.0-Szenarien und -Anwendungen unter realen Produktionsbedingungen entwickelt und erprobt. Der Verein setzt sich aus verschiedenen Unternehmen sowie universitären Einrichtungen und Instituten zusammen. Zentrale Zielsetzung ist es, Unternehmen den Weg in die vierte industrielle Revolution zu ebnen. www.SmartElectronicFactory.de

Weitere Informationen:
SEF Smart Electronic Factory e.V.
Industriestraße 11-13

65549 Limburg a.d. LahnAnsprechpartner
Siegfried Wagner

– Pressesprecher –Tel.: +49 (0)7031 71463-00E-Mail:
siegfried.wagner@SmartElectronicFactory.de www.SmartElectronicFactory.de
PR-Agentur
punctum pr-agentur GmbH
Neuer Zollhof 3
40221 DüsseldorfAnsprechpartner
Ulrike Peter– Geschäftsführerin –
Tel.: +49 (0)211 9717977-0E-Mail: pr@punctum-pr.dewww.punctum-pr.de

Mittelstand zeigte auf HANNOVER MESSE großes Interesse an Wirtschaftlichkeitsberechnung des Vereins

SEF Smart Electronic Factory e.V.:
Wie wirtschaftlich sind Industrie 4.0-Investitionen?

Limburg a.d. Lahn, 8. Mai 2018Industrie 4.0 muss sich für den Mittelstand rechnen. Dies bestätigte auch die große Resonanz der Besucher auf der HANNOVER MESSE am Stand des „SEF Smart Electronic Factory e.V.“ (www.smart-electronic-factory.de). Der Verein zeigte mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung im Zuge einer Erhebung ihres Mitglieds Technische Hochschule Mittelhessen (THM), dass sich Industrie 4.0-Investitionen für kleine und mittelständische Unternehmen bereits innerhalb von rund einem Jahr amortisieren. Praxisbeispiele zur „Durchgängigen Vernetzung vom Kunden bis zum Service“ komplettierten die „Industrie 4.0 zum Anfassen“-Themen auf der Messe.

  

Der SEF Smart Electronic Factory e.V. ist eine Industrie 4.0-Initiative, an der sich neben der THM auch weitere universitäre Forschungseinrichtungen wie die Westsächsische Hochschule Zwickau sowie namhafte Unternehmen beteiligen. So entstehen Industrie 4.0-Lösungen, die in Fabriken Anwendung finden und dem Mittelstand die Möglichkeiten der Integration vorhandener Maschinen und Anlagen in cyber-physische Produktionssysteme aufzeigen.

Der Verein stellte auf der HANNOVER MESSE gemeinsam mit der THM die Wirtschaftlichkeitsberechnung für Industrie 4.0-Anwendungen vor. Die Studie zeigt den ROI der Investitionen, die für die Digitalisierung der Fabrik des SEF-Mitglieds Limtronik GmbH getätigt wurden. Diese mittelständische Fabrik fungiert gemeinsam mit dem Unternehmen Lenze SE als reale Test- und Entwicklungsumgebung für die Industrie 4.0-Projekte des SEF Smart Elec­tronic Factory e.V.

Die Wirtschaftlichkeitsanalyse hat die folgenden aktuellen Proof of Concepts (PoCs) des Vereins unter die Lupe genommen: MES/Cloud, Bauteile per Barcode identifizieren, Anlage kommuniziert mit Produkt, Selektive Wellenlötanlage, Nutzentrenner und Track-and-Trace.

 

Anwendbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Industrie-Lösungen belegt

So zeigt sich anhand des Falls „Bauteile per Barcode identifizieren“ beispielsweise, dass sich durch die Identifikation der Bauteile per Barcode Kostenersparnisse von knapp 53% ergeben. Weiter wird eine Verkürzung des Vorgangs auf 25% der ursprünglichen Zeit erreicht, wodurch u.a. die Fixkosten um knapp 50% sinken.

Der weitere PoC „Track-and-Trace“ belegt im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsberechnung, dass sich durch den Einsatz dieses Systems die Fehlereintrittswahrscheinlichkeit (Schlupf) von 5% auf 0,5% reduziert. Die Gesamtkosten fallen damit um knapp 38% geringer aus als wenn das Track-and-Trace-System nicht zum Einsatz käme.

Ein anderer untersuchter Use-Case ist „Die Anlage kommuniziert mit dem Produkt“. Die per Data-Matrix-Code gekennzeichnete Leiterplatte kommuniziert mit den Bestückern, womit die Richtigkeit des Bestückungsprogramms verifiziert und Badboards in der Weiterbearbeitung ausgespart werden können. Hierdurch reduzieren sich die Personalkosten um 40% und bei den Kosten pro Stück durch die Steigerung der OEE um 43%. Die variablen Stückkosten konnten um 2,3% gesenkt werden, die Gesamtkosten pro Stück um 1,7%. Durch die Anbindung an ein MES ließ sich der Gewinn bei dem betrachteten Produkt um 38% steigern. Es ergab sich eine Rentabilität von ca. 225% bei einer Amortisationszeit von 0,73 Jahren.

„Diese und die weiteren PoCs stehen beispielhaft dafür, dass sich die Lösungen für Industrie 4.0 innerhalb kürzester Zeit amortisieren. Auf der HANNOVER MESSE erhielten wir insbesondere aus dem Mittelstand und seitens der Politik großen Zuspruch. Ein starkes Interesse galt zudem den Live-Demos zur durchgängigen horizontalen Vernetzung (vom Kundenauftrag bis zur Auslieferung) und vertikalen Vernetzung (vom Sensor über eine IoT-Platt­form über das MES bis zum Leitstand, gekoppelt mit Analytics für Predictive Maintenance). Unser Fazit: Industrie 4.0 ist nicht nur in den Fabrikhallen angekommen, sondern rechnet sich auch“, erklärt Siegfried Wagner, Pressesprecher des SEF Smart Electronic Factory e.V.

Zeichenzahl: 4.101 (inkl. Leerzeichen)

 

 

 SEF Smart Electronic Factory e.V. auf der HANNOVER MESSE 2018

Über SEF Smart Electronic Factory e.V.:

Der SEF Smart Electronic Factory e.V. ist ein im Jahr 2015 gegründeter Verein, der Industrie 4.0-fähige Lösungen – mit Fokus auf die Anforderungen des Mittelstandes – entwickelt. In der Smart Electronic Factory, eine Elektronikfabrik in Limburg a. d. Lahn, werden Industrie 4.0-Szenarien und -Anwendungen unter realen Produktionsbedingungen entwickelt und erprobt. Der Verein setzt sich aus verschiedenen Unternehmen sowie universitären Einrichtungen und Instituten zusammen. Zentrale Zielsetzung ist es, Unternehmen den Weg in die vierte industrielle Revolution zu ebnen. www.SmartElectronicFactory.de

Weitere Informationen:
SEF Smart Electronic Factory e.V.
Industriestraße 11-13

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– Pressesprecher –Tel.: +49 (0)7031 71463-00E-Mail:
siegfried.wagner@SmartElectronicFactory.de www.SmartElectronicFactory.de
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